Ob Arzt, Therapeut oder Pflegekraft – das Gesundheits- und Sozialwesen beschäftigt derzeit über 5 Millionen Menschen. Es trägt rund 11 Prozent zum Bruttosozialprodukt bei und ist damit Deutschlands größter Arbeitgeber und einer der wichtigsten Zukunftsmärkte mit vielfältigen Berufschancen und -möglichkeiten.

Die Zahl der älteren, auf spezielle Pflege angewiesenen Menschen liegt schon heute bei rund 3 Millionen. Die Nachfrage nach professioneller Altenpflege und Betreuung, die eine lange aktive Teilnahme am Leben gewährleistet, steigt kontinuierlich. Doch auch jüngere Menschen nehmen immer häufiger medizinische oder therapeutische Hilfe in Anspruch. In vielen Städten stellen Gesundheitseinrichtungen – vor allem Krankenhäuser – die größten Arbeitgeber dar. Sie sind durch ihre niedrige Konjunkturanfälligkeit krisenresistente Wachstumstreiber und tragen so erheblich zur Stabilisation der Volkswirtschaft bei.

Doch ob bei Ärzten im Krankenhaus, Fachkräften beim Pflegedienst oder im Seniorenheim – in den Jahren zwischen 2020 und 2030 ist mit einem dramatischen Anstieg des Personalmangels zu rechnen, der sich bereits heute abzeichnet. Trotz Maßnahmen, wie beispielsweise dem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ), die dem Fachkräftemangel im Gesundheits- und Sozialwesen entgegenwirken sollen, ist die Lage angespannt. So hatten 2013 nicht weniger als 58% der Krankenhäuser Schwierigkeiten, offene Stellen zu besetzen. Auch in der Sozialpädagogik sieht es nicht besser aus: Die Suche nach qualifiziertem Personal z.B. in der Kinderbetreuung oder in der sozialen Arbeit gestaltet sich immer schwieriger.

Berufe, die in den Bereichen Gesundheit, Pflege oder sozialer Arbeit angesiedelt sind, sind also nicht „nur“ sinnstiftend. Neben zahlreichen Entfaltungsmöglichkeiten bieten sie zusätzlich hervorragende berufliche Perspektiven.