Fast jeder von uns hat schon einmal einen Handwerkerservice in Anspruch genommen. Das Handwerk bezeichnet sich daher selbst gern als „Wirtschaftsmacht von nebenan“ und liegt damit keineswegs falsch. Viele sehen es als Rückgrat des deutschen Mittelstandes. Es ist ein ausgesprochen facettenreicher Wirtschaftszweig, dessen Aufgabenbereich sich von produzierenden über reparierende bis zu dienstleistenden Tätigkeiten erstreckt.

Die Branche zählt ungefähr 5.362.000 Menschen, die als Handwerker unterschiedlicher Professionen in rund 589 000 Unter­nehmen beschäftigt sind. Schulabgängern stellen sie über 130 verschiedene verantwortungsvolle Ausbildungsberufe zur Auswahl. Die Karrierechancen gestalten sich also mehr als vielseitig, selten sind die Berufsaussichten in einem Wirtschaftszweig so gut gewesen. Unter Handwerksmeistern liegt die Arbeitslosenquote bei gerade einmal zwei Prozent und fällt damit noch geringer aus als bei Hochschulabsolventen. Bei ihnen liegt der Anteil der Erwerbslosen bei 2,5 Prozent.

Trotzdem suchen Handwerksbetriebe händeringend nach qualifiziertem Nachwuchs. Ganz besonders Fachkräfte in den Bereichen Elektrohandwerk sowie Sanitär-, Heizungs- und Klimatechniker sind gefragt. Aber auch der Bedarf an Spezialisten der Energietechnik, welche sich vor allem mit regenerativen Energien beschäftigen, steigt zusehends.

Da die Inhalte dieser Ausbildungsberufe immer anspruchsvoller werden, entstehen ständig neue duale Studiengänge, durch welche Handwerker sich auch nach Ausbildungsabschluss weiterbilden und –qualifizieren können. Darüber hinaus bietet beinahe die Hälfte der insgesamt 54 deutschen Handwerkskammern Zusatzqualifikationen an, die besonders für Abiturienten in der Handwerksbranche attraktiv sind. So können Auszubildende mit Abitur parallel zur Lehre beispielsweise auch Zertifikate in den Kursen Technischer Betriebswirt oder Technischer Fachwirt erwerben und die zahlreichen Aufstiegschancen auf dem Fachgebiet Handwerk und Technik besonders schnell nutzen.

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