Ob im Feierabendbier, in Kosmetikprodukten, Medikamenten, oder neu entwickelten Pflanzensorten – wir begegnen der Biotechnologie jeden Tag. Sie schafft die Voraussetzungen für die Entstehung nachhaltiger Produktionsverfahren sowie technologischen Fortschritt. Und sie gewinnt für den Wirtschaftsstandort Deutschland immer mehr an Bedeutung. Sowohl der Umsatz der Biotech-Unternehmen als auch die Mitarbeiterzahlen sind derzeit so hoch wie nie.

Die Einsatzmöglichkeiten der Biotechnologie sind so unterschiedlich, dass zur Unterteilung des breiten Themen- und Tätigkeitsspektrums ein Farbsystem entwickelt wurde: Der wichtigste Schwerpunkt liegt auf der sogenannten roten Biotechnologie, welche sich hauptsächlich mit der Entwicklung diagnostischer und therapeutischer Verfahren befasst. Dieses Anwendungsgebiet weist zahlreiche Schnittstellen zur Medizintechnik auf bietet etwa der Hälfte aller Biotechnologen einen Arbeitsplatz.

Die weiße Biotechnologie beschäftigt sich mit industriellen Zusammenhängen. Sie nutzt natürliche Organismen als Basis für industrielle Produktion und hat dabei zum Ziel, möglichst ressourcen- und umweltschonende Produktionsverfahren zu entwickeln. Ein Zehntel der deutschen Biotechnologie-Unternehmen hat sich auf diesen Zweig spezialisiert.

Experten in der grünen Biotechnologie entwickeln Verfahren, welche Erträge in der Landwirtschaft erhöhen sollen.

Biotechnologen arbeiten zumeist in Laboren. Sie können aber durchaus auch in der Qualitätssicherung, in der Planung von Produktionsabläufen oder dem Vertrieb der insgesamt etwa 580 Biotech-Unternehmen in Deutschland tätig sein.

Der geografische Schwerpunkt der Biotech-Branche liegt in Nordrhein-Westfalen. Hier haben die größten Biotechnologie-Konzerne Deutschlands (Qiagen und Miltenyi) ihren Sitz und erwirtschaften gemeinsam mit gut 90 Unternehmen rund 44% des deutschen Biotech-Gesamtumsatzes.

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