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Future of Recruiting: Warum Active Sourcing zum Gamechanger wird

Die moderne Arbeitswelt ist schnelllebig, turbulent und verändert sich immer schneller – und mit ihr der Arbeitsmarkt. Mal geht es bergauf und kurze Zeit später wieder bergab. Wie können Sie als Recruiter*in auf solche Marktschwankungen reagieren? Wir sagen Ihnen, warum digital gestütztes Active Sourcing künftig Ihr Mittel der Wahl ist.

Berg- und Talfahrt des Arbeitsmarktes

Rauf, runter, runter, rauf. Seit ungefähr drei Jahren verändern sich die Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt in für uns bisher unbekannter Geschwindigkeit. Mit Corona kam der erste Einbruch. Infolge bestehender Kontaktbeschränkungen und Lockdowns wurden viele Branchen ausgebremst oder lagen komplett brach.

Die Einschränkungen führten vor allem im Gastgewerbe und der Unterhaltungsindustrie zu einem deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Aber auch im produzierenden Gewerbe stockte es, weil es zu Ausfällen in der Lieferkette kam. Laut der Bundesagentur für Arbeit (BA) fiel die Arbeitslosenquote infolge der Krise um etwa 30 Prozent höher aus.

Was darauf folgte, war eine schnelle Erholung des Arbeitsmarktes. Laut des Indeed-Job-Index wurden im Jahr 2022 bis zu 50 Prozent mehr Stellen ausgeschrieben als noch vor der Pandemie. Doch das Hoch droht bereits wieder zu bröckeln. Der Grund: Der Ukraine-Krieg. Gas-Engpässe und -preiserhöhungen lösen derzeit eine Rekord-Inflation aus und die Angst vor einer handfesten Rezession steigt.

So schätzen Expert*innen die zukünftige Arbeitsmarktsituation ein

Noch zeigt sich der Arbeitsmarkt aber von seiner robusten Seite. Die Nachfrage nach neuem Personal bewegt sich laut der Bundesagentur für Arbeit weiter auf hohem Niveau, hat im Oktober 2022 aber spürbar nachgelassen. Der BA-Stellenindex (BA X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Personal in Deutschland – sank im Oktober 2022 um 3 Punkte auf 128 Punkte. Mal sehen, was kommt!

Expert*innen gehen davon aus, dass uns derartige kurzfristige Auf- und Abwärtsbewegungen auch künftig bevorstehen und sich in deutlich kürzeren Zyklen abwechseln werden, als wir es bislang gewohnt sind. Mal werden nur einzelne Wirtschaftsbereiche betroffen sein, mal mehrere Sektoren.

Dafür gibt es verschiedene Auslöser:

  • Infolge des Klimawandels könnten sich künftig Naturkatastrophen häufen, die oft mit weitreichenden Folgen für die Wirtschaft und Gesellschaft verbunden sind.
  • Weitere Unsicherheitsfaktoren sind unvorhersehbare Kriege, plötzliche politische Konflikte, Streiks, Rohstoffengpässe oder unberechenbare Flüchtlingswellen.
  • Auch die zunehmende Digitalisierung spielt eine Rolle: Die Welt ist zunehmend miteinander vernetzt. Kommt es zu Ausfällen oder Störungen, können ganze Branchen lahmgelegt werden.

Diese Unwägbarkeiten könnten dazu führen, dass der Arbeitsmarkt weiterhin hin und her schwankt – genauso, wie wir es seit drei Jahren erleben.

Wie Sie als Arbeitgeber auf die Berg- und Talfahrt reagieren können

Für Arbeitgeber bedeutet das: Es wird in Rezessionsphasen eine steigende Arbeitslosenquote geben, in denen es kurzfristig frei verfügbare Talente gibt. Dann haben Unternehmen, die stark vom Fachkräftemangel betroffen sind, die Chance, sich kluge Köpfe zu sichern. Es wird aber auch Phasen geben, in denen nahezu Vollbeschäftigung herrscht und es so gut wie keine aktiv suchenden Talente gibt.

Jetzt fragen Sie sich sicher: Was ist das perfekte Recruiting-Tool in einem so heterogenen Bewerbermarkt? Unser Tipp: Was in jeder Konjunkturphase geht, ist Active Sourcing, also die Direktansprache von Talenten. In Zyklen der Vollbeschäftigung ist diese ohnehin das Mittel der Wahl, weil Sie als Arbeitgeber zum Beispiel über die Stellenanzeigenschaltung auf Jobbörsen nur Personen erreichen, die aktiv nach einer neuen Stelle suchen. Diese Personengruppe gibt es dann auf dem Markt nicht.  

Aber auch in Zeiten eines wirtschaftlichen Abschwungs legen wir Ihnen nahe, auf Active Sourcing zu setzen. Dann gibt es zwar verfügbare Talente, aber viel zu wenige. Diese werden den bestehenden Bedarf an Arbeitskräften nicht decken können. Also werden Sie auch in dieser Zeit nicht umhinkommen, Kandidat*innen anzusprechen, die bei einem anderen Arbeitgeber in Lohn und Brot stehen.

Das Geheimnis des KI-gestützten Active Sourcings

Aber Moment mal: Ist Active Sourcing nicht eine furchtbar langwierige Angelegenheit? Recruiter*innen müssen meist zig Ansprachen versenden, um einen Treffer zu landen. Und dann passt dieser oft nur Pi mal Daumen zu einer ausgeschriebenen Stelle.

Einspruch! Das war einmal! Denn inzwischen gibt es spezifische Technologien in Kombination mit Services, die mehr Tempo in Ihr Active Sourcing bringen. Woher wir das wissen? Weil wir das Ganze entwickelt haben. Das Prinzip funktioniert wie folgt:

  • Arbeitgeber geben unseren Recruiting-Expert*innen ein genaues Briefing
  • Welche Soft Skills werden gesucht?
  • Welche Hard Skills sind vonnöten?
  • Innerhalb welches Gehaltskorridors bewegt sich eine Stelle?

Active Sourcing as a Service

Im nächsten Schritt sucht unser Research-Team mit Unterstützung einer selbst entwickelten Künstlichen Intelligenz gezielt nach passenden Mitarbeitern – im unternehmenseigenen Talent Pool, auf LinkedIn, Xing und in weiteren Online-Portalen. Die KI versteht die dort hinterlegten Lebenslaufdaten ganzheitlich und analysiert: Wo befindet sich ein Talent in seinem beruflichen Werdegang gerade?

Zeigt die Analyse der Lebenslaufdaten, dass sich ein Talent von der gesuchten Rolle wegbewegt, kommt es weniger für eine ausgeschriebene Stelle infrage und wird nicht vorgeschlagen. Bewegt sich ein Talent hingegen in die Rolle hinein, ist es besser geeignet und kommt in die engere Wahl. Oder ist der oder die Kandidat*in genau auf dem Qualifikations-Level, nach dem für einen Job gesucht wird? Dann landet die Person auf der Trefferliste ganz oben.

Aus dem KI-gestützten Abgleich entsteht eine Longlist geeigneter Kandidat*innen, die im nächsten Schritt persönlich angesprochen werden können – aber nicht vom beauftragenden Arbeitgeber, sondern von uns. Wir nennen das Active Sourcing as a Service. „Wir nehmen Kontakt zu den Talenten auf und klären hochindividuell alle Punkte, die bei einem Jobwechsel wichtig für sie sind: Gehalt, Teamstrukturen, Work Life Balance-Angebote, Familienfreundlichkeit und dergleichen“, erklärt Geschäftsführer René Tillmann. „Nur die Talente mit den höchsten Übereinstimmungswerten mit dem suchenden Unternehmen, übergeben wir dann in einer Shortlist an den Kunden. Dieser kann nun direkt Kontakt mit den Talenten aufnehmen.“

So ist die Chance enorm hoch, dass perfekt passende Talente angeheuert werden. Egal, wie sich der Arbeitsmarkt derzeit gestaltet. Problem gelöst! Wir beraten Sie gerne!


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