Als Richter spannende Verhandlungen leiten und Urteile fällen. Als Staatsanwalt für Strafverfolgung und –vollstreckung verantwortlich sein. Oder als Anwalt eine eigene Kanzlei leiten. So stellen sich zahlreiche Jura-Studenten den Arbeitsalltag nach ihrem Referendariat vor. Doch das Rechtswesen hat noch wesentlich mehr spannende Aufgabenbereiche zu bieten.

Juristen werden nicht nur gebraucht, wenn Straftaten begangen wurden, sondern werden oft aktiv, um zu vermeiden, dass diese überhaupt geschehen.

In Rechtsabteilungen von großen Firmen sind vor allem Wirtschaftsjuristen beschäftigt. Sie sind für die genaue Prüfung von Verträgen und vor allen Dingen für die Rechtsberatung ihres Unternehmens zuständig. Im Falle eines Rechtsstreits übernehmen sie außerdem die Führung der Verhandlungen. Einen Rechtsanwalt, der als Angestellter juristische Tätigkeiten für die Geschäftsleitung eines Unternehmens ausführt, nennt man Syndikus.

Ein weiterer Beruf auf dem Gebiet Recht ist der des Staatsanwalts. Er ist dafür zuständig, für die Einhaltung den Schutz von Gesetzen zu sorgen. Sobald es zur Anzeige einer Straftat kommt, übernimmt er die Prüfung, ob tatsächlich ein Verstoß gegen geltendes Recht vorliegt und leitet anschließend die Strafverfolgung ein.

Der „Gegenspieler“ des Staatsanwalts ist der Rechtsanwalt. Er übernimmt die Verteidigung von Angeklagten vor Gericht. Doch nicht nur dort kommen Anwälte zum Einsatz – meistens empfangen sie Mandanten in ihrer Rechtsanwaltskanzlei, um sie in allen möglichen Rechtsfragen zu beraten.

Doch auch ohne Studium ist eine Karriere im Rechtswesen möglich. Der kaufmännische Bereich bietet zahlreiche verschiedene Ausbildungsberufe – vom Rechtsanwalts- über den Notar- bis zum Patentanwaltsfachangestellten.