Minimalismus im Recruiting

Mit diesen 3 einfachen Tricks vermeiden Recruiter*innen den Abbruch von Bewerbungsprozessen

Unkompliziert, kurzweilig, nachvollziehbar – so wünschen sich High Potentials ihren Bewerbungs­prozess. Doch gerade einmal 40% schicken ihre Online-Bewerbung tatsächlich ab. Mit diesen 3 einfachen Tricks können Recruiter*innen die Absprungquote verringern.

Bedürfnis nach Minimalismus – auch im Bewerbungsverfahren

Über das Internet schwappte der Trend zur Reduktion zu uns. Lifestyle-Blogs, Netflix-Dokus und Podcasts dozierten: „Simplify your life“.
Eine ganze Weile schien sich das Ganze sogar durchzusetzen. Der Alltag ist klar strukturiert, der Lebensraum nach dem „Weniger ist mehr“-Prinzip gestaltet. Entrümpelung ist in. Der moderne Mensch liebt es übersichtlich und schlicht.

Wer hätte gedacht, dass der Minimalismus-Hype ausgerechnet online sein jähes Ende findet? Und zwar in den digitalen Bewerbungsportalen hiesiger Unternehmen.

Statt cleaner Arbeitsflächen bietet sich hier ein Bild wie auf Rudis Resterampe. Jobinteressent*innen haben es schwer, sich durch das Gerümpel an Textfeldern und Upload-Buttons zu kämpfen. Sie klagen über angestaubte Eingabeformulare und viel zu lange Wartezeiten.

60% der Bewerbungsprozesse werden abgebrochen

So ist es nicht verwunderlich, dass – laut eines Bewerbungsreports des Recruiting-Anbieters Softgarden – beinahe 6 von 10 Jobkandidat*innen Jobportale verließen, ohne ihre Bewerbung versendet zu haben. Und das obwohl sie die ausgeschriebene Stelle ursprünglich als sehr interessant bewertet hatten.

Darüber, dass Unternehmen es sich nicht erlauben können, so vielen potentiellen Bewerber*innen die Lust auf die Jobsuche derart zu verderben, sind wir uns sicher alle einig.


Diese 3 Maßnahmen können helfen, die Absprungrate vor dem Versenden einer Bewerbung deutlich zu verringern:



1.
ZIEHT DIE KANDIDATENBRILLE AUF

Versetzt euch in die Lage eurer Kandidat*innen und spielt den Bewerbungsprozess aus ihrer Perspektive durch.
So ist garantiert, dass unnötig lange Wartezeiten und (zu) komplizierte Zwischenschritte frühzeitig auffallen und in Ordnung gebracht werden können.




2.
KOMMUNIZIERT TRANSPARENT

Lasst eure Bewerber*innen nicht im Ungewissen.
Natürlich geht es hier nicht darum, Kandidat*innen über jede Kleinigkeit des laufenden Evaluierungsprozesses zu informieren. Allerdings sind automatisierte Eingangsbestätigungen sowie zeitnahe und wertschätzend formulierte Updates über Zu- oder Absage hier nicht nur gern gesehen sondern angebracht.




SETZT AUF DIE 1-KLICK-BEWERBUNG

Haltet die Bewerbungshürde so gering wie möglich. Nur so können auch die besonders spannenden passiv suchenden Kandidat*innen, die „eigentlich nur mal gucken“ wollen, zu tatsächlichen Bewerber*innen gemacht werden.

Je länger das Bewerbungsformular, desto geringer die Motivation der Interessent*innen, auf den Senden-Button zu drücken.
Zeitgemäß ist die 1-Klick-Bewerbung. Ohne Weiterleitung, ohne Extra-Klicks, ohne Überraschungen.

Wirklich relevant sind schließlich Fähigkeiten und Erfahrungen der Bewerber*innen statt lyrischer Anschreiben und Hochglanz-Bewerbungsfotos, oder?

Kein unnötiger Ballast unbeschwert passende Bewerber*innen finden

Im digitalen Zeitalter ist Einfachheit das Maß aller Dinge. Geschwindigkeit ist nicht nur hier ein Erfolgsfaktor. Es wird Zeit, dass wir diese Devisen des Alltagslebens auch auf unser Recruiting übertragen. Damit ein Bewerbungsprozess ein unbeschwertes Erlebnis ist und kein mit Frustration bepackter Wühltisch.

>