„Keine Angst vor Technologie!“



hijob-Gründer Daniel Schaffeld im Gespräch über Künstliche Intelligenz und wie sie das Recruiting unterstützt

Sandy Gleißner (SG): Im Mittelpunkt der HR-Branche steht der Mensch – logisch. Wie passt das mit dem steigenden Einsatz von Technologie in Personalabteilungen zusammen?

Daniel Schaffeld (DS): Ich glaube, dass Technologie in vielen verschiedenen Bereichen nützlich sein kann. Nicht nur im Recruiting, sondern auch im Finanz- oder im Gesundheitswesen. Auch in diesen Bereichen steht der Mensch im Mittelpunkt. Technologie und Fokussierung auf Menschen stehen sich also nicht im Weg. Im Gegenteil: Am Ende geht es immer darum, Menschen mit Hilfe von Technologie auf vielfältige Weise zu helfen und sie in ihrem Tun zu unterstützen.

Technologie wird oft als Gegenpol zum Menschen betrachtet. Das ist nachvollziehbar, da nur wenige Ingenieure die genaue Funktionsweise bestimmter Technologien wirklich verstehen. Und was wir nicht verstehen, lehnen wir ab oder es macht uns sogar Angst. Aber das ist nicht nötig, denn Technologie steht nicht im Widerspruch zum Menschen, sondern stellt vielmehr eine Ergänzung dar. 

hijob-Gründer und Data-Enthusiast Daniel Schaffeld (39)

hijob nutzt Künstliche Intelligenz zum Beispiel, um Menschen zu helfen, passendere Jobs zu finden, zufriedener in ihrem beruflichen Leben zu werden und ihre Karriere besser zu planen. Technologie ist da kein Gegensatz oder Hindernis, sondern ein Katalysator.

SG: In welchen konkreten Bereichen der Jobsuche und Personalbeschaffung siehst du die Möglichkeit, KI sinnvoll einzusetzen?

DS: Vor allem im Bereich der Karriereplanung und bei der Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit. Künstliche Intelligenz kann Menschen aufzeigen, was sie mit ihren individuellen Fähigkeiten alles erreichen können. Und wie sie diese Talente weiterentwickeln können, um ihr größtmögliches Potenzial zu entfalten.

Die Mission von hijob ist, Menschen einen digitalen Assistenten an die Hand zu geben, der diese Fragen sehr verlässlich beantwortet. Denn dieser Assistent kann den Menschen nicht nur individuell betrachten, sondern kennt darüber hinaus das gesamte Spektrum anderer Jobprofile, Bewerber und deren Qualifikationen. Jede/r einzelne Jobsuchende bekommt also eine solide Informationsgrundlage, aufgrund derer fundierte Zukunftsentscheidungen getroffen werden können.

Auf diese Weise demokratisieren wir Erfolg denn einer erfolgreichen, glücklich machenden Karriereplanung steht dank der Technologie von hijob in Kürze jedem zur Verfügung.

SG: Wie funktioniert die Technologie hinter hijob?

DS: hijob versteht, welche Stärken und Besonderheiten eine/n Jobsuchende/n ausmachen. hijob versteht auch, welche Qualifikationen in einem bestimmten Job gefordert sind und was ein Kandidat mitbringen muss, um mit einer hohen Wahrscheinlichkeit eine Einladung zum Vorstellungsgespräch zu erhalten.

Auf Basis dieser Informationen erstellt unser System Prognosen, wie gut Mensch und Job zusammenpassen. Die Künstliche Intelligenz führt die hijob-Nutzer also zu den am besten zu ihnen passenden Jobs – sogar, wenn sie den Job vorher noch gar nicht gekannt haben.

Damit geht einher, dass Recruiter nur noch Bewerbungen erhalten, die tatsächlich zum ausgeschriebenen Stellenprofil passen. Ungeeignete Bewerbungen werden drastisch reduziert, was den Personalabteilungen eine erhebliche Zeit- und Kostenersparnis beschert.

SG: Welche Risiken birgt der Einsatz von KI?

DS: Grundsätzlich gibt es unzählige Berufsbezeichnungen, Fähigkeiten und Kompetenzen, die einzelne Personen haben können, oder die in manchen Jobs ganz spezifisch benötigt werden. Unsere Jobmatching-Technologie ist immer nur so gut wie die Summe der Qualifikationsprofile und Jobs, die wir bisher kennenlernen durften.
Heißt: Wenn wir in einzelnen Bereichen noch nicht so viele Kandidaten haben kennenlernen dürfen, hat es unser System etwas schwerer, bestimmte Spezialanforderungen oder andere Besonderheiten zu erkennen und entsprechend auszuwerten. Es gibt also gewisse Anfangshürden, welche aber zeitlich begrenzt und damit verbundene etwaige Risiken der fehlerhaften Prognosen überschaubar sind.

hijob hilft dabei, Bewerbungsprozesse unkompliziert und effizient zu gestalten. Es entstehen für den Nutzer keine Kosten und es besteht kein Zwang, Informationen weiterzugeben, die man nicht preisgeben möchte. Somit gibt es faktisch keine Risiken, nur jede Menge Vorteile im Vergleich zum klassischen, mühsamen Bewerbungsprozess.

SG: Welche Botschaft möchtest du Recruitern mit auf den Weg geben?

DS: Vor allem eine Botschaft: Habt keine Angst vor Technologie. Sie wird den Menschen nicht ersetzen, sondern ihn unterstützen.

Künstliche Intelligenz erweitert unseren Horizont. Sie ist kein böser Roboter, der Karrieren zerstört, sondern ein Assistent, der Arbeit angenehmer und effizienter macht. Durch die Zeitersparnis können Recruiter sich auf das Wesentliche ihres Berufs konzentrieren: die wertschätzende Betreuung von Kandidatinnen und Kandidaten.

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