Do’s and Don’ts der Stellenanzeige

Mitarbeiter*in gesucht – Stellenanzeige geschrieben – Stellenanzeige veröffentlicht – Bewerber*innen gesichtet – Mitarbeiter*in eingestellt.

So oder so ähnlich funktionierten die Abläufe im anzeigengestützten Recruiting jahrzehntelang. Doch die Welt des Recruitings wird immer komplexer und so kann auch bei der (modernen) Bewerberansprache einiges schieflaufen.

Schwierigkeiten und Möglichkeiten

Seitdem die Stellenanzeige die Zeitungen verlassen hat, erscheint diese in den unterschiedlichsten Formen, Farben und Arten. Die digitale Revolution macht es möglich, doch mehr und bunter heißt nicht immer besser.

Zudem gilt es zu unterscheiden, welche Regeln und Gesetze ich als Anzeigen-Schreiber*in beachten muss. Denn durch ungeschickte Formulierungen kann es zum einen passieren, dass ich mögliche Bewerber*innen ausgrenze oder gar nicht erst anspreche, zum anderen werfe ich kein gutes Licht auf mein Unternehmen, wenn ich (un-)wissentlich potentielle Bewerber*innen diskriminiere. Egal wieso und warum, der Pool der möglichen Bewerber*innen verkleinert sich, in einem ohnehin schon engen Markt.

Andersherum eröffnen sich durch die Weiterentwicklung der Medien Möglichkeiten, Jobbeschreibungen detaillierter darzustellen und durchaus auch attraktiver zu gestalten.

Ein Potpourri an Do’s and Don’ts im anzeigengestützten Recruiting:

DO’sDON’Ts
Design– Ein ansprechendes, seriöses, übersichtliches Design steigert die Attraktivität

– Mobil optimierte Anzeigen, erhöhen die Auffindbarkeit

-Orthographische Richtigkeit hinterlässt einen guten Eindruck
-Viele unterschiedliche Schriftarten, Farben, wahllose Textformatierung (fett, kursiv, unterstrichen)

-Nicht aussagekräftige Bilder als Platzhalter
Inhalt– Vollständigkeit (Essentiell sind: Kurze Unternehmensinfo, konkretes Aufgabenspektrum und Must-Have Qualifikationen)

– Präzise Informationsvermittlung (Welche Infos sind für den Kandidaten für diese Position wichtig, welche nicht)

– Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG) – Konformität

-Wirkliche Vorteile, wie Jobticket, betriebliche Rente, Sportangebote usw.
– Keine Romane (wenn nach der Hälfte der Anzeige nicht klar ist, worum es geht, läuft etwas falsch)

– Einheitlichkeit – Bei einem Jobtitel bleiben und nicht variieren, das führt zu Verwirrung, in dem ohnehin schon unübersichtlichen Jobtitel-Wald

– Anzeigen ohne Beschreibung der Aufgaben/Qualifikationen, denn jeder Job bei einem jedem Unternehmen ist anders und hat vielleicht andere Schwerpunkte
Man opens door
Stellenanzeige: Türöffner für neue Mitarbeiter*innen

Die Stellenanzeige, in welcher Form auch immer, stellt die erste Kommunikation im Dialog mit potentiellen Bewerbern*innen dar. Ein ansprechendes Design, eine präzise Informationsübermittlung sowie die Wertschätzung der Mitarbeiter*innen sind Türöffner für eine erfolgreiche Personalgewinnung. Denn jede Veröffentlichung, auch Stellenanzeigen, spiegeln den Charakter eines Unternehmens wider und transportieren das Employer Branding. Es lohnt sich also auch im Alltag, sich die Zeit zu nehmen, das Potential der einst eingestaubten Anzeigen auszuschöpfen und so die Job- und Kandidatensuche für beide Seiten möglichst effizient und ansprechend zu gestalten.

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